Mein Weg zum Atemschutzträger

Avatar of VogalVogal - 18. März 2017 - Feuerwehr

1. Tag: Der Lehrgang begann mit einem Theorie Abend, an dem wir viel Interessantes über die Atmung gelernt haben, welche besonders wichtig für den Atemschutz ist. Außerdem wurde uns einiges über Atemgifte erklärt, über die jeder Atemschutzgeräteträger Bescheid wissen sollte.

 

 

2. Tag: Der zweite Tag war ein ganzer Samstag, an dem es vor allem um die Einsatzgrundsätze im Atemschutzeinsatz ging. Am Vormittag wurden diese Inhalte theoretisch vermittelt. Besonders hilfreich war es in dies, dass wir währenddessen in einem Übungsraum waren, wo jeder das eben gehörte direkt ausprobieren konnte, wie beispielsweise den Aufbau des Atemschutzgerätes und der Maske. Wir lernten, wie wir das Atemschutzgerät in drei Minuten aufsetzen und wieder ablegen. Das ganze wiederholten wir mehrmals, denn diesen Ablauf muss jeder Atemschutzgeräteträger im Schlaf können. Aus diesem Grund übten wir dies unter anderem im Dunkeln, da man bei einem Einsatz im Innenangriff kaum etwas oder gar nichts sieht.

Am Nachmittag ging es dann um Retten und Selbstretten. Wir probierten verschiedene Methoden aus, wie wir verunfallten Menschen und unseren Kameraden im Innenangriff helfen können und sie sicher ins Freie schaffen können.

Danach war der berühmt berüchtigte Filterlauf dran. Jeder bekam eine Normaldruckmaske und einen Filter und los ging es. Über den Hof, Liegestützen, Dummys tragen, Treppen rauf und runter und ab in die Belastungsstrecke. Nach einer zweiten Runde, nun mit angeschnalltem Gerät, liefen wir weiter mit Kanistern, wieder Treppen rauf und runter und nochmals in den Käfig. Nach diesem sehr anstrengenden Filterlauf konnten wohl einige sagen, was es heißt an seine äußersten Grenzen zu gehen.

 

 

Tag 3: Am dritten Tag drehte sich der Inhalt um verschieden Gefahren im Atemschutzeinsatz, wie die Rauchgasdurchzündung („Flashover“) und die Rauchgasexplosion („Backdraft“). Wir erfuhren, wie es zu diesen Gefahren kommen kann, was für Anzeichen es gibt und wie man die Gefahr eventuell zurückdrängen kann.

Im Anschluss ging es um das große Thema Türöffnung. Die Ausbilder zeigten uns verschiedene Ansätze und Methoden und auf was wir besonders achten müssen, wenn wir in einen Brandraum eindringen. Darauf hin übten wir alle diese Prozedur und mussten dann noch die halbe Belastungsstrecke zurücklegen.

 

 

Tag 4: Am Mittwoch stand eine Einsatzübung auf dem Plan. Wir durchsuchten verrauchte Räume nach Personen, Gefahrgütern und erfuhren, was es heißt, wirklich nichts zu sehen im Innenangriff. Diese Übung war eine sehr gute Vorbereitung auf die bevorstehende Prüfung am Ende des Lehrgangs.

 

 

Tag 5: Der Freitag stand unter dem großen Thema der Belastungsübung. Jeder musste, nachdem er sich ausgerüstet hat, 100m auf dem Laufband laufen und 15m auf der Ewigkeitsleiter steigen. Im Anschluss ging es in den Käfig bzw. die Strecke. Komplett im Dunkeln musste diese gemeinsam mit dem Trupppartner durchgegangen werden. Wer am Ende noch genug bar in seiner Atemschutzflasche hatte, ging noch ein weiteres mal aufs Laufband und die Leiter.

Diese Belastungsübung muss jeder Atemschutzgeräteträger einmal jährlich absolvieren um die körperliche Fitness zu testen.

 

 

Tag 6: Der erste Teil der Abschlussprüfung war eine große Einsatzübung in der alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Gelernte unter Beweis stellen mussten. Es folgte eine praktische Prüfung Teil 1 und Teil 2. Nach einer kleinen Mittagspause ging es in die letzte Runde mit der Theorieprüfung. Nachdem es alle Teilnehmer schafften bekam jeder eine Urkunde überreicht und der Lehrgang war beendet.

 

 

Der Atemschutzgeräteträgerlehrgang ist ein sehr interessanter und spannender, wenn auch gleichzeitig anstrengender Lehrgang auf dem man viel Lernen kann. Außerdem wird einem immer wieder bewusst und vor Augen geführt, wie wichtig der Zusammenhalt und die gegenseitige Hilfe unter Kameradinnen und Kameraden ist. Man muss einfach wissen, dass man sich immer und überall auf seinen Trupppartner verlassen kann.

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