“Wasser marsch!” lautete die Aufforderung an die Teilnehmer der Kinderferienspiele am 31. August bei der Feuerwehr Mauern, bei einer der fünf Stationen, die es an diesem Tag zwischen neun und 14 Uhr zu erleben gab.
28 Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren nahmen das Angebot an und lernten die Feuerwehr und deren verschiedene Aufgaben spielerisch kennen. Dabei stellten acht Betreuer sicher, dass Spaß und Freude nicht zu kurz kamen und Teamgeist und Zusammenarbeit gefördert wurden.
Jedes Kind wurden mit seinem Namensschild ausgestattet und nach einer kurzen Begrüßung durch den zweiten Kommandanten, Robin Kirchner, nach dem Anfangsspiel “Feuer, Wasser, Sturm” in fünf Gruppen (jeder wurde von einem Betreuer geleitet) eingeteilt:
- Feuerteufel
- Feuerdrachen
- Löschbande
- Löschfüchse
- Löschprofis
An der Station Atemschutz / Raumvernebelung erfolgte die Erklärung was Atemschutz genau ist und warum er so wichtig ist, sowie die dazugehörige Ausrüstung (Atemschutzgerät) “in Echt” vorgestellt. Um sich selbst ein Bild davon machen zu können, wie schwierig die Bedingungen bei einem Löscheinsatz sein können, durften die Ferienspielteilnehmer in einem mit Kunstnebel "gefluteten" Raum versuchen sich zu orientieren (unter Aufsicht) - und merkten selbst bereits nach dem ersten Meter das “man ja gar nichts sieht”. Bei der anschließenden Besprechung wurden viele Fragen ausführlich beantwortet.
Die zweite Station widmete sich der Ersten Hilfe - ein Herzensanliegen der Feuerwehr, da Kinder auch im Alltag Ersthelfer sein können. Dazu übten sie das richtige Absetzen eines Notrufs “112” (zwei Telefone, eines spielte die Einsatzleitstelle, das andere diente dazu den Notruf selbst durchzuführen) bei unterschiedlichen und typischen Alltagssituationen, sowie probierten selbst das praxisgerechte Anlegen von verschiedenen Verbänden aus.
Gleich weiter mit praktischen Übungen ging es an der Station Spritzwand. Die Kinder durften selbst mit einer Kübelspritze arbeiten und ein Ziel an der Spritzwand versuchen zu treffen - Zielgenauigkeit war gefragt.
Sehr beliebt war die Station Wasserfußball, bei der mit zwei Wasserschläuchen bzw. dem Wasserstrahl daraus ein Ball von einer zur anderen Seite gebracht werden musste. Neben Teamwork standen auch Geschicklichkeit im Mittelpunkt.
Ein großes Holzlabyrinth galt es an der Station Hebeluftkissen / Labyrinth so durch Hoch- bzw. Runterbewegen der Luftkissen zu steuern das der Ball seinen Weg zum Ziel fand. Hier waren neben Fingerspitzengefühl auch die Zusammenarbeit und Reaktionsschnelligkeit gefordert.
Für Eindruck sorgte die Vorführung eines Fettbrandes, so wie er in einer Haushaltsküche durchaus auftreten kann. Dazu zeigten zwei aktive Feuerwehrleute in Schutzausrüstung was passiert, wenn man versucht, einen Fettbrand mit Wasser zu löschen: es entsteht eine große Stichflamme - sehr zum Erstaunen der jungen Feuerwehrbegeisterten. Aus dieser eindrucksvollen Demonstration nahmen die Kinder die Erkenntnis über die Gefahren einer solchen Situation mit, was man auf gar keinen Fall tun darf und die Eltern zuhause besser eine Löschdecke griffbereit haben um das Feuer am Herd zu ersticken.
Nach so viel Erlebtem meldete sich der Hunger und es ging zum gemeinsamen Mittagessen. Die Hot Dogs und Muffins waren ratz-fatz verzehrt, sodass noch genügend Zeit blieb für den regen Austausch untereinander und der obligatorischen Fahrt in einem Feuerwehrauto durch Mauern - zur Auswahl standen das HLF Mauern 40/1 und MLF Mauern 47/1.
Den Abschluss bildete die Übergabe einer Urkunde an jedes teilnehmende Kind samt kleinem Geschenk und die Verabschiedung nach diesem aufregenden Tag.
Das Resümee fällt entsprechend positiv aus: alle Stationen kamen bei den interessierten und begeisterten Kindern sehr gut an, es konnte viel praktische Erfahrung gesammelt werden, es gab einen aufschlussreichen Einblick in die Aufgaben der Feuerwehr und das Ferienspielteam hat viel Freude erlebt. Wir bedanken uns bei allen Helfern und Unterstützern, die bei der Vorbereitung und Durchführung tatkräftig sowie mit Ideen und Herzblut dabei waren - ohne sie wäre die Veranstaltung nicht möglich gewesen. Vielen Dank!