Nachdem der Hochsommer in den letzten Tagen wieder zu Temperaturen weit über 30 Grad geführt hat, entlud sich am Freitagabend gegen 18:15 Uhr ein heftiges Gewitter über Mauern. Auch Nachbargemeinden im Landkreis Freising waren betroffen. Ein circa einstündiger Stromausfall gleich zu Beginn des Unwetters erschwerte die Situation zusätzlich.
Im Ortsgebiet und den Zufahrtsstraßen hatten die Floriansjünger ordentlich zu tun: etliche Meldungen “Baum über Straße” forderten das umgangssprachlich genannten Fichtenmoped (Kettensäge) und ordentlich Irxnschmalz um die Fahrbahnen für den Verkehr wieder freizumachen. In der Grundschule Mauern und einem weiteren Wohnhaus galt es, in den Keller eingedrungenes Wasser abzupumpen. Bei etlichen anderen Gebäuden waren die Dächer betroffen - hier mussten beschädigte Dachziegel entfernt werden bzw. vom Wind versetzte wieder eingeklinkt werden.
In einem Ortsteil von Mauern waren die Überlandleitungen vom durch den Sturm umgekippte Bäume heruntergerissen und durchtrennt worden - der zuständige Stromnetzbetreiber wurde informiert und die Leitungen stromfrei geschaltet. In Ortsaußenbereichen waren in der selben Weiße auch Telefonleitungen betroffen; hier informierten die Bürger die Telekom selbständig per Handy, sobald der Stromausfall beendet war.
Um die Feuerwehr-Einsatzzentrale, trotz Stromausfall, betreiben zu können (Funk, Licht, etc.) kam das von der Gemeinde Mauern vor zwei Jahre beschaffte Notstromaggregat zum Einsatz - es versorgte das Feuerwehrhaus, nach einer kurzen Umschaltzeit, zuverlässig und ermöglichte damit die Kommunikation der Einsatzkräfte untereinander und mit der Kreiseinsatzzentrale in Freising (KEZ).
Zum offiziellen Einsatzende um 21:43 Uhr waren insgesamt 14 Einsätze von 32 Kameraden (davon drei der Jugendfeuerwehr) plus Kreisbrandinspektion abgearbeitet, unter Zuhilfenahme aller drei Einsatzfahrzeuge Mauern 40/1 HLF, Mauern 471/1 MLF und Mauern 14/1 MTW. Die Einsatzleitung profitierte auch diesmal von einer Führungsunterstützung - vor allem die Lagekarte des Gemeinde- und Ortsgebiets war hilfreich, jederzeit einen aktuellen Überblick zu erhalten und die Aufträge den Einsatzkräften entsprechend der Priorität zuweisen zu können.
Nachtrag: als die letzten Kameraden fast schon auf dem Nachhauseweg waren, meldete eine Mauerner Bürgerin ein Kantholz auf einer Balkonüberdachung im zweiten Stock. Mit einer Staffelbesatzung kam das HLF nochmals zum Einsatz: die dort verlastete dreiteilige Schiebleiter ermöglichte den Zugang zum freiliegenden Holzbalken und dessen sichere Entfernung. Gegen 23 Uhr war dann der 15. Einsatz abgearbeitet und die Nachtruhe wirklich verdient.
(Text und Bilder: Feuerwehr Mauern)